Linienschiff SMS Baden
Maßstab: 1:250
Schwierigkeitsgrad: sehr schwierig
Größe (LxBxH): 720x160x270 mm
Das Linienschiff S.M.S. Baden war das größte Schiff der Kaiserlichen Marine. Das außergewöhnlich detaillierte Modell kann wahlweise im Zustand der Indienststellung 1916 oder einem späteren Bauzustand mit Fliegerkennung auf den Turmdecken gebaut werden. Außerdem hat der Modellbauer die Wahl zwischen dem Bau als Vollrumpf- oder Wasserlinienmodell.
Dieses Modell stellt sicher einen Meilenstein in der Geschichte des Kartonmodellbaus dar. Schon in der ersten Auflage im Jahr 1997 wies der Bogen einen Detailerungsgrad auf, der seinesgleichen suchte und bei Großkampfschiffen der Kaiserlichen Marine eher unbekannt war. In der inzwischen dritten Auflage sind viele Verbesserungen eingearbeitet worden und nun ist auch ein Unterwasserschiff dazu gekommen, das wahlweise gebaut werden kann.
Mehr als 1.000 Teile bei diesem Modell sind sogenannte Alternativbauteile, die gebaut werden können, aber nicht unbedingt müssen. Originalgetreu für den Bauzustand der Indienststellung sind auch die Torpedonetzauflager vorhanden, die jedoch bei der ersten Inspektion bereits demontiert wurden. Torpedonetze hatte die Baden zu keinem Zeitpunkt.
Die Modellhighlights:
- Wahlweise eine von 2 Varianten baubar
- Wahlweise als Wasserlinien- oder Vollrumpfmodell baubar
- 9 Beiboote, davon drei mit Ruderbänken
- 8 Schnellfeuerkanonen, 38 cm
- 16 Schnellfeuerkanonen, 15 cm
- 5 Torpedorohre, 60 cm
- inklusive Blanko-Bögen zum Verstärken
Produkttyp | Kartonmodell |
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Hersteller | HMV Hamburger Modellbaubogen Verlag |
Maßstab | 1:250 |
Konstrukteur | Peter Brandt |
Schwierigkeitsgrad | sehr schwierig |
Bogenformat | DIN A4 |
Bögen | 34 |
Teile | 3184 |
Teile ohne Alternativteile | 2097 |
Länge | 720 mm |
Breite | 160 mm |
Höhe | 270 mm |
Anleitung | Deutsch, Englisch, Bildbauanleitung |
Technische Daten:
- Stapellauf: 30.10.1915 bei F. Schichau, Danzig
- Indienststellung: 19.10.1916
- Länge: 180,0 m
- Breite: 30,0 m
- Verdrängung: 32.000 t
- Bewaffnung: 8 Schnellfeuerk. 38 cm
- 16 Schnellfeuerk. 15 cm
- 5 Torpedorohre 60 cm
- 8 Flakgeschütze (gepl.)
- Klassifizierung: Linienschiff der Bayern-Klasse
- Schwesterschiffe: Bayern
- Besatzung: 42 Offiziere, 1129 Mann
Am 1.4.1913 ging der Bauauftrag für Ersatz Wörth an die Schichau-Werft in Danzig. Das Linienschiff S.M.S. Baden lief am 30.10.1915 vom Stapel, acht Monate nach dem Typschiff Bayern. Wegen der hohen Auslastung der Werft stellte Baden erst am 19.10.1916 in Dienst.
Für den Entwurf der Bayern-Klasse, die in Grundzügen von der König-Klasse ausging, wurden alle Informationen über die Entwicklungen im modernen Schlachtschiffbau anderer Marinen herangezogen. Die Frage, ob man von Zwillingstürmen auf Drillingstürme wechseln sollte, wurde nach Erkundigungen beim befreundeten Österreich-Ungarn über die Erfahrungen mit der Viribus Unitis-Klasse zu Gunsten der bewährten Zwillingstürme entschieden.
Stattdessen setzte man auf eine erhebliche Kalibervergrößerung von bisher üblichen 30,5 auf 38 cm, und die Anzahl der 15-cm Geschütze wurde um zwei auf 16 erhöht. Für die leichte Artillerie waren nur noch acht 8,8 cm Flakgeschütze vorgesehen.
S.M.S. Baden war als Flottenflaggschiff vorgesehen und eingerichtet, zu erkennen an der Admiralsbrücke. Am 14.3.1917 stieg Admiral Scheer mit dem Flottenstab von Friedrich der Große auf das neue Flaggschiff um.
Es war das letzte, größte (32.000 t) und modernste Flottenflaggschiff der Kaiserlichen Marine. Im Juni 1917 kam es zu Unruhen in der Hochseeflotte, da sie die eintönige und zermürbende Aufgabe hatte, den U-Booten als Rückhalt zu dienen.
Am 21.6.1919 versenkte sich die deutsche Flotte in Scapa Flow selbst. Das Flaggschiff Baden wurde von den Briten an Land geschleppt, wieder schwimmfähig gemacht, technisch inspiziert und dann als Zielschiff verwendet. Dabei wurde es am 16.8.1921 südwestlich von Portsmouth versenkt.